
Köbi Birrer ist mit Leib und Seele Hauswart. Sein Job sei eine Berufung, sagt der 55-Jährige. (Bild: Roger Wehrli)
Ohne ihn geht an dieser Schule nichts: «Ich bin der Köbi für alle Fälle»
Magazin «Bildung Schweiz», April 2026
Er flickt Computer, führt ein Team und kann es auch mit Kindern und Jugendlichen gut. Seit 20 Jahren arbeitet Köbi Birrer in Willisau als Schulhauswart. Wir haben ihn einen Morgen lang begleitet.
Sis Beschte gäh. Es steht in leuchtend roten Buchstaben über dem Eingang zu Köbi Birrers Büro. Doch was heisst schon Büro? Das ehemalige Schulzimmer ist IT-Lager, Werkstatt, Sitzungszimmer und Anlaufstelle für Defekte und Probleme aller Art. Es ist Köbi Birrers Zentrale, wo jeden Morgen um 6 Uhr sein Arbeitstag beginnt. «Dann habe ich meine Ruhe», sagt er. Um 6.50 Uhr folgt das «Morgen-Briefing» beim Kaffee mit seinem Mitarbeiter Pius Kunz. «Unsere 15 Minuten, bevor der Tag richtig losgeht.»
Durch das Fenster blickt man auf einen Naturgarten, den Köbi Birrer mit Schülerinnen und Schülern pflegt, auf seinem PC-Monitor lachen seine zwei Töchter und sein Sohn, und auf einer Magnetwand steht: «Theoretisch kann ich praktisch alles!» Hier in der Schulanlage Schlossfeld, schön gelegen über dem Luzerner Städtchen Willisau, geht ohne Köbi Birrer fast nichts. Er arbeitet seit 20 Jahren als Hauswart, ist für die IT verantwortlich, leitet das Reinigungsteam und ist Chef aller Hauswarte in Willisau. Der gelernte Mechaniker und Arbeitsagoge kann es mit Maschinen genauso wie mit Menschen. Das verdeutlicht dieser Donnerstagmorgen, an dem wir den 55-Jährigen begleitet.
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